In der Dauerkrise um die sogenannte *Steuersünder-CD* zeichnet sich ab, dass die Steuerfahnder nicht nur die Steuerhinterzieher, sondern auch die (in- oder ausländischen) Kundenbetreuer der Banken im Visier haben.
Die Steuerfahnder knüpfen damit an die sogenannten *Bankefällen* aus den frühen 90iger Jahren an, als deutsche Banken und ihre Mitarbeiter im Fokus der Ermittlungen standen, weil sie ihren Kunden halfen, ihr Geld aus Furcht vor der Zinsabschlagsteuer aus Deutschland raus zu bringen. Zumeist erfolgte dies über anonym gestaltete Überweisungen an ausländische Partnerbanken. Schon damals war ein heftiger Streit darüber entbrannt, ob und wie sich Bankmitarbeiter in diesen Fällen der Beihilfe zur Steuerhinterziehung strafbar machen.