Steuerfahndung Nordrhein-Westfalen mit neuer Homepage; inklusive Hinweisen zur strafbefreienden Selbstanzeige
Die Finanzämter für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung in NRW sind seit Neuestem mit einer eigenen Homepage im Internet präsent. Die Homepage gibt allgemeine Information zum Steuerstrafrecht und der Arbeit der *Steuerfahndung*.
Bundesverfassungsgericht lehnt Entscheidung über *Soli* ab
Das Bundesverfassungsgericht hat einen Antrag des Niedersächsischen Finanzgerichts auf verfassungsrechtliche Überprüfung des Solidaritätszuschlages aus formalen Gründen abgelehnt. Das Niedersächsische Finanzgerichte hatte dem Bundesverfassungsgericht die Frage vorgelegt, ob das Solidaritätszuschlaggesetz aus dem Jahr 1995 gegen die Verfassung verstoße, weil es sich nicht mehr um ein nur nachrangiges, zeitlich beschränktes Finanzierungsmittel handelt.
Schweiz will Aufwandbesteuerung erhöhen
Die Schweiz will die sogenannte Aufwandbesteuerung erhöhen, um die Aktzeptanz dieser steuerlichen Sonderregelung in Bevölkerung zu erhöhen. Nach der neuen Planung soll der besteuerte Aufwand für die direkte Bundessteuer und die kantonalen Steuern mindestens das Siebenfache der Wohnkosten (bisher: das Fünffache) bzw. das Dreifache des Pensionspreises (bisher: das Doppelte) betragen.
Bundesgerichtshof: Strafschärfungen gelten auch bei nur versuchter Steuerhinterziehung
Der Bundesgerichtshof (-BGH-)hat in einem Grundsatzurteil entschieden, dass auch bei einer nur versuchten Steuerhinterziehung der Strafrahmen des § 370 Abs. 3 der Abgabenordnung (*Hinterziehung in großem Ausmaß*, Strafrahmen: Freiheitsstrafe von sechs Monate bis zehn Jahre) eingreift.
Spanische Steuerfahnder nehmen Immobilienverkäufe unter die Lupe
Die spanischen Steuerbehörden prüfen immer intensiver die Geschäfte im Immobilienbereich. Dies betrifft insbesondere den An-/Verkauf von Objekten in beliebten Feriengebieten. Liegt das Hauptinteresse der deutschen Steuerbehörden bei der Frage nach der Herkunft der Mittel zum Erwerb einer solchen Immobilien, so prüfen die spanischen Behörden intensiv, ob die laufenden steuerlichen Verpflichtungen erfüllt wurden und der Kaufpreis […]
Schweiz legt Grundsätze für steuerlichen Auskunftsaustausch fest – Fachleute kritisch
Der Schweizer Bundesrat hat eine Verordnung erlassen, welche den Schweizer Behörden die Handhabung von Amtshilfeersuchen vorschreibt. In der Amtshilfeverordnung ist inbesondere geregelt, dass die Schweizer Behörden keine Amtshilfe leisten sollen, wenn der ersuchende Staat sich direkt oder indirekt auf Informationen stützt, welche durch strafbare Handlungen erlangt worden sind (z.B. *Datendiebstahl*).
BGH: An Steuerhinterziehung Unbeteiligter muss Hinterziehungsbetrag herausgeben
Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung vom 13.07.2010 bestätigt, dass (auch) an einer Steuerhinterziehung vollkommen Unbeteiligte den Steuerhinterziehungsbetrag herausgeben müssen, wenn sie diesen von dem Steuerhinterzieher unentgeltlich erhalten haben. Dies gilt auch, wenn der Unbeteiligte den Betrag nicht direkt sondern über Dritte erhalten hat (Verschiebungsfall, Bereicherungskette). Der § 73 des Strafgesetzbuches der den sogenannten *Verfall* regelt, […]
Staatsanwaltschaft Düsseldorf verschickt Fragebogen an Kunden von Credit Suisse
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat vor einigen Tagen damit begonnen, Kunden der Credit Suisse anzuschreiben und diesen einen dreiseitigen Fragebogen über das Geschäftsgebaren bzw. die Betreuung der Kunden durch die Credit Suisse vorzulegen. Der Fragebogen wird im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen Mitarbeiter der Credit Suisse wegen möglicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgelegt.
Deutschland und Monaco unterzeichnen Abkommen zum Informationsaustausch
Das Bundesministerium der Finanzen teilte am 27. Juli 2010 in einer Pressmeldung mit, dass Deutschland und das Fürstentum Monaco am 27. Juli 2010 in Berlin ein Abkommen über den Informationsaustausch für Besteuerungszwecke abgeschlossen haben.
Datendiebstahl: doch kein Schadensersatz von Liechtensteiner Bank!?
Das Liechtensteinische Obergericht in Vaduz hat das Urteil des Landgerichts Vaduz vom Februar 2010, mit welchem die Bank LGT zum Schadensersatz gegenüber einem deutschen Kunden verurteilt worden war, aufgehoben.